In bildungspolitischen Diskussionen melden sich aktuell immer mehr Vertreter*innen politisch ambitionierter Pädagogiken zu Wort, die die pädagogische Nutzung ganz unterschiedlicher Kulturprodukte kritisieren, indem sie diese als Ausdruck von Rassismus, Sexismus, Kolonialismus oder Klassismus deuten. Bei solchen politisch und pädagogisch umkämpften Kulturprodukten handelt es sich beispielsweise um Kinderspielzeug, Dreadlocks oder Schokoladenverpackungen, um Kunstwerke, Fernsehserien, Gedichte und um Bücher. In dem Band werden diese engagierte Pädagogiken, die pädagogische und politische Vorgaben für den angemessenen und richtigen Umgang mit Kulturprodukten machen, anhand von Beispielen - vom Kinderbuch 'Jim Knopf´ bis hin zu 'Gonzo' aus der Muppetshow - aus der gebotenen Distanz analysiert und auf den Prüfstand gestellt.
Rassistische Kinderbücher, 'wokes' Kinderfernsehen, kolonialistische Nahrungsmittel, sexistische Kunstwerke und politisierte Konsumprodukte: Äußerst kontrovers wird derzeit immer wieder über den Umgang mit Kulturprodukten diskutiert, denen die unterschiedlichsten politischen Botschaften zugeschrieben werden. Dabei werden diese nicht zuletzt aufgrund ihres pädagogischen Potenzials euphorisch beworben oder empört kritisiert. In diesem Band werden solche Produkte und Diskussionen und die damit verbundenen engagierten Pädagogiken exemplarisch analysiert und kritisch auf den Prüfstand gestellt.