Mia Graf widmet sich hier dem Begehren jenseits jugendlicher Dramatik. Ihre Geschichten sind warm, reflektiert und voller innerer Bewegung.
Die Titelgeschichte begleitet eine Frau, die in ihrer Routine Halt gefunden hat - bis ein unerwarteter Moment alte Erinnerungen weckt. Ein Abend, ein Tanz, eine Berührung im Gedächtnis öffnen einen Raum, den sie längst verschlossen glaubte.
Zwischen Rückzug und Verlangen entsteht eine sanfte, aber eindringliche Spannung. Vergangenheit wird nicht verklärt, sondern als Teil eines lebendigen Selbst angenommen. Diese Erzählung verführt mit Reife und Zärtlichkeit und hinterlässt ein Gefühl von stiller Zuversicht - wie ein Gedanke, der glücklich macht, weil er wahr ist.