Diese Sammlung erzählt von Aufstieg und Fall, von verlorener Kontrolle und neuer Abhängigkeit, durchzogen von leiser Erotik und bitterer Selbstreflexion. Mia Graf begleitet ihre Figuren zurück an Orte, die sie längst hinter sich gelassen glaubten. In der Titelgeschichte kehrt ein Mann mit seiner Frau in die Enge der Vergangenheit zurück, in eine Landschaft aus Stillstand und alten Wunden. Während Frust und Scham ihn lähmen, bleibt sie strahlend, begehrenswert, fast unerreichbar.
Ihr Körper wird zum Trost und zur Versuchung zugleich, ein Versprechen von Halt in einer Welt, die zerbricht. Zwischen Maisfeldern und unausgesprochenem Groll wächst ein Begehren, das mehr ist als Sex: ein verzweifelter Versuch, Würde zu bewahren. Ein melancholisch-sinnlicher Band über Machtverschiebungen und die Stärke weiblicher Präsenz.