November 1972. Seit Tagen liegt schwerer Regen über dem oberbayerischen Voralpenland.
Als ein Erdrutsch einen vergessenen Zugang in einem alten Steinbruch freilegt, stoßen drei Arbeiter tief im Berg auf eine Kammer, die dort nicht sein dürfte. In ihr hängt eine gewaltige, schwarz angelaufene Glocke. Niemand weiß, wer sie unter die Erde brachte. Niemand kann erklären, warum Namen und Jahreszahlen aus mehreren Jahrhunderten in ihr Metall geritzt wurden.
Dann stirbt einer der Männer.
Kriminalhauptkommissar Alexander Falk und sein Freund Konrad "Konny" Seidel beginnen nachzuforschen. Doch je tiefer sie in die Geschichte des Steinbruchs eindringen, desto weniger passen die Spuren zusammen. Alte Stollen enden nicht dort, wo sie enden sollten. Dorfbewohner schweigen. Vergessene Aufzeichnungen widersprechen einander. Und hinter einer jahrhundertealten Mauer scheint der Berg nicht so leer zu sein, wie er sein müsste.
Während der Regen weiterfällt, stößt Falk auf ein Geheimnis, das Generationen überdauert hat.
Denn manches wurde nicht begraben, damit es vergessen wird.
Sondern damit es unten bleibt.